Starnberg, den 10.04.2017
Sehr geehrte Frau John,
danke für die von Ihnen veranlasste Antwort des Liegenschaftsamtes auf die beiden Monats-Berichte Januar und Februar 2017.
Weiterhin werden die kontinuierlichen Vertragsverletzungen der Firma "Haus + Gartenservice M. J" - trotz der mittlerweilen umfangreichen Beweislage - bestritten und erinnern an die Geschichte "Des Kaisers neue Kleider".
Wie kann das Liegenschaftsamt behaupten, meine Aufzeichnungen können nicht überprüft werden?
Der Januar-Bericht hält u.a. das Liegenlassen des Schnees am 08.01.2017 mit der anschließenden bis Ende Januar anhaltenden großflächigen Vereisungen mit durchgehenden Fotostrecken fest, welche durch ihre hohe Auflösung eine genaue Betrachtung durch den gesamten Januar gestatten. Ergänzt durch sehr genaue Beschreibungen zeigt der Bericht abermals einen skandalösen Winterdienst der Firma J und weist 21 Vertragsverletzungen dieser Firma allein im Monat Januar nach. Darüber hinaus bot ich Ihnen zum Zwecke einer noch umfassenderen Information die Einsicht in weiteres Beweismaterial an.
Wie kann das Liegenschaftsamt behaupten, es hätte in dem von mir dokumentierten Zeitraum keine Beschwerden von anderen Mietern oder Anliegern gegeben und auch bei den Kontrollen vor Ort sei keine Minderleistung festgestellt worden?
Diese Behauptungen entsprechen nicht den Tatsachen. So hat beispielsweise ein Mieter Herrn K vom Liegenschaftsamt, den er hier in der Wohnanlage bei den renovierten Wohnungen antraf, auf den seit 09.01.2017 nicht geräumten und an diesem Tag total vermatschten Hof angesprochen (siehe Monats-Bericht Januar 2017, Abbildungen 2 bis 6). Was gab Herr K zur Antwort? Er streckte seine Arme von sich, als wolle er sagen: Was soll ich da machen? Das war´s. Der Hof und Wege vereisten in Folge des liegengelassenen Schnees großflächig. Diese Vereisungen hielten sich an manchen Stellen bis Ende Januar und waren sehr gefährlich. All dies wird im Monats-Bericht Januar 2017 zweifelsfrei nachgewiesen und ist für jeden nachvollziehbar!
Wieso bittet mich das Liegenschaftsamt im Falle von "Problemen mit den Winterdienstleistungen des Hausmeisters", diese möglichst zeitnah mitzuteilen?
Nachdem ich Ihnen, verehrte Frau 1. Bürgermeisterin, die sich jährlich wiederholenden Problemen mit den Winterdienstleistungen der Firma "Haus + Gartenservice M. J" bereits nachwies (siehe u.a. meine Dienstaufsichtsbeschwerde vom 04.05.2016, Seite 9 bis 11) versprachen Sie mit Schreiben vom 18.11.2016, es würden "berechtigte Anregungen aufgegriffen und Fehler berichtigt (so z.B. beim Winterdienst)"
Diese Fehler wurden entgegen Ihrer Ankündigung nicht nur nicht berichtigt, sondern sie verstecken sich nun hinter dem Liegenschaftsamt, welches die erneut Punkt für Punkt nachgewiesenen Minderleistungen dieser Firma "Haus + Gartenservice M. J" im Januar 2017 trotz der vorgelegten Beweise dreist in Abrede stellt!
An dieser Stelle bitte ich Sie, mir zeitnah mitzuteilen, wenn Sie die monatlichen Zahlungen an die Firma J reduzieren, bzw. wenn sie ihr gekündigt haben, damit ich dies bei meinen Publikationen berücksichtigen kann.
Soweit zu der von Ihnen veranlassten Antwort vom 29.03.2017.
Beiliegend erhalten Sie zum 3. Mal einen Monatsbericht, der wieder zeigt, dass die Mieter nach wie vor übervorteilt werden.

Die Firma "Haus + Gartenservice M. J" erhielt im März 2017 eine pauschale Vergütung in Höhe von 626,69 €. Teilt man diese Summe mit dem marktüblichen Stundenlohn eines Hausmeisters, so ergibt sich unter Berücksichtigung von Fahrtkostenersatz 15 3/4 Stunden Hausmeisterarbeiten (Details siehe den beiliegenden Monatsbericht).

Die Firma J arbeitete den gesamten Monat jedoch nur 3 1/4 Stunden in dieser Wohnanlage. Sie erschien im März 2017 16 Mal zur Arbeit. Hiervon wurden 12 Anfahrten ausschließlich für das Handling der Müll-Container mit einer Gesamtverweildauer von 51 Minuten aufgewendet. Dies entspricht einer durchschnittlichen Verweildauer von nicht einmal 5 Minuten (?!).

Anstatt eine bezahlte Anfahrt zur Erbringung ihrer vielen Verpflichtungen zu nutzen, eilte die Firma J in all diesen Fällen ohne nach links und rechts zu schauen nach wenigen Minuten von dannen.
Wie gewohnt und schon oft vorgetragen arbeitete die Firma J auch in diesen Monat wieder äußerst schlampig/lustlos. Der Bericht belegt außerdem - wie bereits der Januar- und Februar-Bericht - weitere eklatante Pflichtverletzungen der Firma „Haus + Gartenservice M. J“ und ich gehe davon aus, dass wieder Leistungen mit unserem Geld bezahlt werden, welche nicht erbracht wurden!
Nach wie vor warte ich auf eine schriftliche Stellungnahme der Firma "Haus + Gartenservice M. J" zu den vorgelegten Fakten.

Die in dem Monatsbericht März 2017 verwendeten Unterlagen sind nur ein kleiner Auszug aus einer breit angelegten Dokumentation, die Sie zum Zwecke einer umfassenderen Information bei mir einsehen können.

An dieser Stelle wiederhole ich der guten Ordnung halber, dass meine Zahlungen des Hausmeisters ohne Anerkennung einer Rechtspflicht und unter dem Vorbehalt der teilweisen Rückforderung erfolgen.
Mit freundlichen Grüßen
Andreas Chowanetz
Anlage: Monatsbericht März 2017 als PDF-Dokument auf CD

Der Bericht ist außerdem mit der dazu geführten Korrespondenz auf der unten eingeblendeten Internetseite eingestellt, die für die Öffentlichkeit freigeschaltet ist.
http://www.starnberg-backstage.eu