Starnberg, den 20.11.2017
Sehr geehrte Frau John,
Anfang Mai diesen Jahres unterrichtete ich Sie als Mitglied des Haupt- und Finanzausschusses mit einem detaillierten Bericht über jahrelange fragwürdige Zahlungen aus der Stadtkasse von über 11000 (i.W. elftausend) an die Firma "Haus + Gartenservice M. J". Bis heute hörte ich hierzu nichts von Ihnen, obwohl ich bereits dreimal nachhakte und die Kommunale Dienstaufsicht um Hilfe bat, die sie ebenfalls zu einer zeitnahen Antwort aufforderte. Haben meine Informationen eine Reaktion des Haupt- und Finanzausschusses bewirkt und falls ja welche?
Beiliegend erhalten Sie zum 10. Mal einen Monats-Bericht über die Tätigkeit der von der Stadt Starnberg beauftragten Firma "Haus + Gartenservice M. J" in der im Eigentum der Stadt Starnberg stehenden Wohnanlage Hirschanger/Schulstraße in Starnberg im Monat Oktober 2017.

Dieser Bericht, den Sie auf der beiliegenden CD als PDF-Dokument "171120 Bericht 10-2017.pdf" finden, zeigt, dass die Mieter im Oktober 2017 in einem kaum noch zu überbietenden Maß übervorteilt wurden.

Ich gehe davon aus, dass die Firma "Haus + Gartenservice M. J" für ihre Tätigkeit im September 2017 abermals eine pauschale Vergütung in Höhe von 626,69 € erhält. Teilt man diese Summe mit dem marktüblichen Stundenlohn eines Hausmeisters in Höhe von 35,70 €/Brutto, so ergibt sich unter Berücksichtigung von Fahrtkostenersatz rund 16 3/4 Stunden Hausmeisterarbeiten (Details im beiliegenden Monatsbericht).

Die Firma J arbeitete den gesamten Monat jedoch nur eine 3/4 Stunde (44 Minuten) in dieser Wohnanlage (!). Zieht man von den bezahlten 16 3/4 Stunden die hier in der Wohnanlage geleistete 3/4 Stunde der Firma Jesse ab, verbleiben 16 Stunden bezahlte, jedoch nicht geleistete Arbeitsstunden.

Dividiert man nun die pauschale Vergütung der Arbeitszeit in Höhe von 626,69 € durch die aufgewendete Arbeitszeit der Firma J von einer 3/4 Stunde so erhält man unter Berücksichtigung des extra verrechneten Fahrtkostenersatzes einen Stundensatz von 782,12 €/Brutto den die Firma J hier im Oktober 2017 anstatt der marktüblichen 35,70 €/Std./Brutto erhielt. Ein Stundensatz in Höhe von 782,12 €/Brutto für einen Hausmeister und seine Gehilfen ist nicht marktgerecht.

Die in dem Monats-Bericht Oktober 2017 verwendeten Unterlagen sind nur ein kleiner Auszug aus einer breit angelegten Dokumentation, die Sie zum Zwecke einer umfassenderen Information bei mir einsehen können.

An dieser Stelle wiederhole ich der guten Ordnung halber, dass meine Zahlungen des Hausmeisters ohne Anerkennung einer Rechtspflicht und unter dem Vorbehalt der teilweisen Rückforderung erfolgen.

Mit freundlichen Grüßen

Andreas Chowanetz
Anlage: Monats-Bericht 10/2017 als PDF-Dokument auf CD

Der Bericht ist außerdem mit der dazu geführten Korrespondenz auf der unten eingeblendeten Internetseite eingestellt, die für die Öffentlichkeit freigeschaltet ist.
http://www.starnberg-backstage.eu