Das Schreiben ging per E-Mail an die Mitglieder des Stadtrats. Der erste Absatz war für die 13 Mitglieder des Haupt- und Finanzausschusses eingefügt. Das Schreiben hatte folgenden Wortlaut:
Sehr geehrter Herr Dr. Rieskamp,
Anfang Mai unterrichtete ich Sie als Mitglied des Haupt- und Finanzausschusses mit einem detaillierten Bericht über jahrelange fragwürdige Zahlungen aus der Stadtkasse mit über 11000 (i.W. elftausend) an die Firma "Haus + Gartenservice M. J". Bis heute hörte ich hierzu nichts von Ihnen, obwohl ich bereits dreimal nachhakte. Haben meine Informationen eine Reaktion des Haupt- und Finanzausschusses bewirkt und falls ja welche?
Beiliegend erhalten Sie zum 10. Mal einen Monats-Bericht über die Tätigkeit der von der Stadt Starnberg beauftragten Firma "Haus + Gartenservice M. J" in der im Eigentum der Stadt Starnberg stehenden Wohnanlage Hirschanger/Schulstraße in Starnberg im Monat Oktober 2017.

Dieser Bericht zeigt, dass die Mieter im Oktober in einem kaum noch zu überbietenden Maß übervorteilt wurden.

Ich gehe davon aus, dass die Firma "Haus + Gartenservice M. J" für ihre Tätigkeit im Oktober 2017 abermals eine pauschale Vergütung in Höhe von 626,69 € erhält. Teilt man diese Summe mit dem marktüblichen Stundenlohn eines Hausmeisters in Höhe von 35,70 €/Brutto, so ergibt sich unter Berücksichtigung von Fahrtkostenersatz rund 16 3/4 Stunden Hausmeisterarbeiten (Details im beiliegenden Monatsbericht).
Die Firma J arbeitete den gesamten Monat jedoch nur knappe eine 3/4 Stunde (44 Minuten) in dieser Wohnanlage (!). Zieht man von den bezahlten 16 3/4 Stunden die hier in der Wohnanlage geleistete knappe 3/4 Stunde der Firma J ab, erhält man 16 Stunden bezahlte, jedoch nicht geleistete Arbeitsstunden.
Dividiert man nun die pauschale Vergütung der Arbeitszeit in Höhe von 626,69 € durch die aufgewendete Arbeitszeit der Firma J von einer 3/4 Stunde so erhält man unter Berücksichtigung des extra verrechneten Fahrtkostenersatzes einen Stundensatz von 782,12 €/Brutto den die Firma J hier im Oktober 2017 anstatt der marktüblichen 35,70 €/Std./Brutto erhielt. Ein Stundensatz in Höhe von 782,12 €/Brutto für einen Hausmeister und seine Gehilfen ist nicht marktgerecht.
Einzelheiten entnehmen Sie bitte dem als PDF-Dokument beiliegenden "171120 Bericht 10-2017.pdf"
Die in dem Monatsbericht Oktober 2017 verwendeten Unterlagen sind nur ein kleiner Auszug aus einer breit angelegten Dokumentation, die Sie zum Zwecke einer umfassenderen Information bei mir einsehen können.

Mit freundlichen Grüßen

Andreas Chowanetz

Anlage: Monats-Bericht 10/2017 als PDF-Dokument

Der Bericht ist außerdem mit der dazu geführten Korrespondenz auf der unten eingeblendeten Internetseite eingestellt, die für die Öffentlichkeit freigeschaltet ist.

http://www.starnberg-backstage.eu