Warum arbeite ich an dieser Dokumentation?

Warum arbeite ich an dieser Dokumentation "STARNBERG backstage.eu" (an einem "Bild", das eine nicht sehr angenehme Realität zeigt) anstatt mich wie üblich mit faszinierenden Bildern aus Licht und Farben zu beschäftigen?
Den Unterschied dieser beiden Welten verdeutlichen die beiden untenstehenden Abbildungen. Auf der einen Seite sehen wir das abstoßende Symbolbild mit der verkommenen Wohnanlage, die der Auslöser dieser Dokumentation ist und ihm gegenüber das sich weit öffnende Bild einer Welt mit nahezu grenzenlosen Möglichkeiten und Gedanken.
Abb. 1: Bildschirmfoto aus der vorliegenden Dokumentation als Symbolbild einer nicht sehr angenehmen Realität Abb. 2: Ausschnitt aus einer meiner Illustrationen mit dem Titel "Kubische Raumaufteilung nach M.C. Escher" (Einzelheiten)
Warum fange ich seit Jahren auch eine solch abstoßende Realität ein, wie sie diese Dokumentation mit Bildern und Texten widerspiegelt? Dies will ich versuchen hier zu erklären:
Seit 25 Jahren bin ich Mieter in einer Wohnanlage in Starnberg, die sich in angenehmer Nachbarschaft und in ruhiger aber zentraler Lage unterhalb des Amtsgerichts und gegenüber des Kindergartens an der Ecke Schulstraße/Hirschanger findet und die im Eigentum der Stadt steht.
Seit meinem Einzug verlotterte die ursprünglich gepflegte Wohnanlage zunehmend. Die Hausmeisterfirma und Handwerker wurden von der zuständigen Stadtverwaltung kaum kontrolliert. Sie machten teilweise was sie wollten. Obwohl wir stolze Summen für die Pflege des Anwesens zahlten, wurden teilweise wochenlang nur die Mülltonnen raus- und reingeschoben. Sperrmüllberge blieben monatelang liegen. Schnee wurde nicht geräumt. Berechtigte Reklamationen von uns (meist unterprivilegierten) Mietern wurden nicht nur jahrelang ignoriert, sondern teilweise in verhöhnendem Ton zurückgewiesen. Es wurden uns Dinge verrechnet, die wir nicht erhielten. Es wurde getäuscht und gelogen, dass sich die Balken bogen!
Vor 7 Jahren schien es mir an der Zeit, dies festzuhalten und meinen Zorn über die teils entwürdigenden Umstände in dieser Wohnanlage mit ihren impertinenten Zumutungen dadurch produktiv zu kanalisieren. Herausgekommen ist eine umfangreiche Dokumentation, die nicht nur die unglaublichen Zustände zeigt, sondern reihenweise Verantwortliche, welche die an´s Licht gekommenen Einzelheiten mit einer Energie zu vertuschen versuchten, die ich vorher nicht für möglich gehalten hatte.
Wenn ich mich umsehe, stelle ich fest, dass sich die hier im Mikrokosmos einer kleinen Kommune beobachteten und in dieser sorgfältigen detailreichen Dokumentation aufgezeigten strukturellen Missstände auch anderenorts anzutreffen sind.
In "unserer" Republik werden auf Bundes- und auch auf Landesebene immer mehr Missstände sichtbar, die mit dem Grundgesetz, mit dem darin verankerten Rechtsstaat nicht vereinbar sind. Ich denke beispielsweise an den äußerst dreisten bandenmäßig organisierten milliardenschweren Abgasbetrug durch Teile der deutschen Wirtschaft (nachgewiesen seit mindestens 2003), der von der Exekutive und Judikative offensichtlich lange Zeit geduldet wurde und von manchen unserer Chor-Medien immer noch mit Begriffen wie "Schummelei" verharmlosend geframet wird.
Diese schamlosen Verharmlosungen werden trotz der Tatsache, dass durch diese Betrügereien die Gesundheit der Bevölkerung nachhaltig geschädigt wurde und immer noch wird, nach wie vor versucht. Nicht wenige von uns warten darauf, dass die in diese Machenschaften Verwickelten aus Wirtschaft, Politik und Journaille zur Rechenschaft gezogen werden. Mit ein paar Alibi-Prozessen wird das nicht zu machen sein!
Ist dieser Bandenbetrug ein Einzelfall? Finden sich in dem kolossalen Steuerraub, der u.a. mit dem Namen CumEx sichtbar wird, nicht ähnliche Strukturen?
Die überhand nehmenden Missstände sind (auch durch das Internet) immer schwerer zu verstecken. Genau hier setzt diese Dokumentation an, die mit ihren sorgfältig recherchierten und wiedergegebenen Details hinter die geschmückten kommunalen Kulissen leuchtet - frei nach dem Motto: "Zeigen was ist".

Ein Justiz-Krimi
Die Stadt Starnberg bestritt in einem Zivilprozess vor dem Amtsgericht Starnberg nicht nur exzessiv jeden einzelnen Klagepunkt über die verlotterten Zustände in der oben bereits erwähnten Wohnanlage, sondern legte dem Gericht kühn gefälschte Beweise vor, auf die gestützt sie zusätzliche Irrtümer zu erzeugen versuchte. Der den Prozess leitende Starnberger Amtsrichter Florian Schöfberger wurde noch während des Prozesses auf diese lange vorbereiteten Betrugsmanöver durch die Vorlage von zahlreichen Beweisen hingewiesen (Januar 2020), erklärte sich aber hierfür als nicht zuständig.
Einzelheiten

Der Müllcontainer-Krimi
Der Bericht über die kriminell anmutende jahrelangen Verrechnung eines nicht existierenden Müllcontainers durch das Wohnungsamt der Stadt Starnberg an die Mieter der oben bereits zur Sprache gekommenen Wohnanlage mit einer Schadensumme von über 18.000 € und die inszenierten Vernebelungsversuche der Stadtverwaltung und Ihrer Helfer, nach der Entdeckung, ist hier einzusehen:
Einzelheiten

Jahrelange überhöhte Zahlungen von Mietern eingefordert?
Die gleichen Mieter der städtischen Wohnanlage in Starnberg, von denen oben bereits die Rede war, wurden nach unseren sorgfältig durchgeführten Recherchen jahrelang von der Stadtverwaltung immer wieder überteuerte Hausmeisterarbeiten der Firma "Haus + Gartenservice M. J" in Rechnung gestellt.
So erhielt diese Hausmeisterfirma beispielsweise im Oktober für 44 Minuten Arbeit 626,69 €. Dies entspricht einem Stundensatz von über 780 €. Im Jahr 2017 zahlten die Mieter nach unseren Berechnungen einen durchschnittlichen Stundensatz in Höhe von über 250 €. Diese Bezahlung ist für einen Hausmeister nicht marktgerecht. Ein Hausmeister erhält normalerweise etwa 35 €/Stunde.
Abb. 3: Der blaue Hintergrund zeigt den marktüblichen Gegenwert von 16 Hausmeisterstunden für 626,69 € und die schwarzen Balken die von der Firma J erbrachten lächerlich geringen Arbeitszeiten. Abb. 4: Welche zum Teil maßlos überzogenen Stundensätze die Firma J erzielte, zeigt diese Graphik. Der marktübliche Stundenlohn eines Hausmeisters beträgt etwa 35 €/Stunde.
Neben dieser - wie gesagt unserer Meinung nach - jahrelangen maßlosen Bezahlung kamen dann noch so unflätige Sprüche hinterher, wie die eines Mitarbeiters des Wohnungsamts: "Das sind Schweine, da können sie auch nichts daran ändern, Herr Chowanetz". Gemeint war mit dieser abfälligen Bemerkung nicht etwa die Empfängerin der Zahlungen oder die für diese überhöhten Bezahlung verantwortlichen Personen aus der Stadtverwaltung, sondern die Mieter der vernachlässigten Wohnanlage!
Diese Begebenheit deckt schön die in der Regel im Verborgenen stattfindende gruppenbezogene Geringschätzung auf, die gegenüber eines solchen Milieus, wie es sich in diesem Anwesen mit der Zeit entwickelt hat, weit verbreitet ist. Ein solch überhebliches Gebaren lernte ich auch bei politischen "Würdenträgerinnen" und "Würdenträgern" dieser Stadt kennen.
Einzelheiten

Mit fragwürdigen Zahlungen die Stadtkasse um über 14000 € geschädigt
Wie es den Anschein hat, gab es ein inniges "Treue-Verhältnis" zwischen der zuständigen Stadtverwaltung (dem Wohnungs- und Liegenschaftsamt) und der Firma "Haus + Gartenservice M. J". Ein Geschmäckle kommt spätestens bei den jahrelangen leistungslosen Zahlungen an eben diese Firma J auf und verfestigt sich durch die zahlreichen Verschleierungsversuche.
Was war geschehen?
Die Stadt Starnberg hatte 8 Jahre lang dieser Firma nicht erbrachte Hausmeisterarbeiten für das Gebäude Hirschanger 9 bezahlt, das 2007 wegen unzumutbarer Zustände geräumt worden war und bis 2015 leer stand. Selbst nach dem Abbruch dieses Hauses im Mai 2015 setzte die Stadtverwaltung diese Zahlungen bis Ende 2017 fort!
Bezahlt wurde - wohlgemerkt bei einem unbewohnten abgesperrten und später abgebrochenen Gebäude u.a. folgende Arbeiten (aus dem Vertrag entnommen):
Auf die Einhaltung der Hausordnung achten, Inspektion der haustechnischen Einrichtung, persönliche Kontaktpflege zu den Hausbewohnern, Erledigung von Reklamationen, Bereitstellung der Mülltonnen, Räume wie Fahrrad- und andere Abstellräume überwachen sowie für Auswechseln von defekten Glühbirnen sorgen.
Die Summe dieser leistungslosen Ausgaben zum Schaden der Steuerzahler beläuft sich nach den bisherigen Recherchen auf über 14.000 € (vierzehntausend).
Abb. 5: Das Anwesen Hirschanger Ecke Schulstraße mit dem alten Wohnhaus Hirschanger 9, das im Jahr 2015 abgebrochen wurde Abb. 6: Abbruch des Wohngebäudes Hirschanger 9 im Mai 2015

Eine Reihe von unbekümmerten Vertuschungsversuchen
Als ich der Sache nachging, folgten eine Reihe von Vertuschungsversuchen, die in ihrer Unbekümmertheit bemerkenswert sind:
Es begann damit, die weiterlaufenden leistungslosen Zahlungen mit sachfremden Behauptungen als unvermeidbar (?!) darzustellen, um das unserer Auffassung nach gesetzwidrige Handeln zu vertuschen (Wohnungs- und Liegenschaftsamt), auf Tauchstation zu gehen und eine Mauer des Schweigens zu errichten (Stadtrat), mit grob irreführender Falschaussage und - unserer Beurteilung nach - haltlosen rechtlichen Einlassungen zu reagieren (Leiter der Kommunalen Aufsicht beim Landratsamt Starnberg) und hilflose leicht durchschaubare Ablenkungsmanöver zu inszenieren und deren Spuren anschließend zu verwischen (1. Bürgermeisterin von Starnberg Eva John). Die Regierung von Oberbayern beteiligte sich nachträglich an diesen Vertuschungsversuchen anstatt zu korrigieren.
Im Übrigen ist mir kein Bericht über diese leistungslosen Zahlungen in einem unserer drei "Heimatblättern" Kreisbote, Merkur und SZ bekannt. Die beiden letztgenannten "unserer" Chor-Medien müssten davon wissen und auch das eigenartige Verhalten des Stadtrats kennen. Waren sie nicht im November 2017 anwesend, als dieses Thema erstmals öffentlich zur Sprache kam? Nun, wir wissen, dass der Mainstream-Journalismus permanent auf allen Ebenen Zensur durch Auslassung betreibt, was sich einmal mehr in schöner Deutlichkeit an dieser Stelle zeigt.
Dies alles nachzuzeichnen und festzuhalten gleicht sehr der Arbeit an einem Gemälde und es ist in vielerlei Hinsicht - etwa in der Liebe zum Detail - verwandt mit meinen anderen Arbeiten.
Die letzte Zeit wurde ich von verschiedenen Seiten auf meine intensive Beschäftigung mit diesen Themen angesprochen. Warum ich mich hier engagiere. Ich könne doch sowieso nichts an diesen Zuständen ändern. Das mag so sein. Doch zu zeigen was ist, ist mir wichtig.
Starnberg, im September 2020
Andreas Chowanetz