Zuverlässige automatische Anonymisierung von Personen
Die bei den Zeitraffer-Video-Aufnahmen in der Starnberger Wohnanlage genutzte automatische Anonymisierung von Personen gewährleistet absolut zuverlässig, dass damit Persönlichkeitsrechte nach dem Datenschutzgesetz nicht verletzt werden können.
AlleVideo-Aufnahmen die mit der hier eingesetzten Apparatur erzeugt wurden, sind reine Übersichtsaufnahmen. Eine Personenbeziehbarkeit ist nicht gegeben. Sie wäre gegeben, wenn Personen auf den Bildern eindeutig am Gesicht, am Gang usw. erkennbar sind. Diese Definition ist der Homepage des „Unabhängigen Landeszentrum für Datenschutz Schleswig- Holstein (Anstalt des öffentlichen Rechts), Holstenstraße 98, 24103 Kiel“ entnommen.
http://www.datenschutzzentrum.de
Die angefertigten Zeitraffer-Video-Aufnahmen zeigen technisch bedingt nur noch sehr schemenhaft und ohne Details die jeweilige Szene. Personen sind beispielsweise nur noch als millimetergroße verschwommene sich bewegende Flächen zu sehen (siehe hier). Ein Erkennen von Personen, das Erkennen von deren Kleidung oder anderer Details ist unmöglich. Die Verletzungen von Persönlichkeitsrechten ist aufgrund der verwendeten Hardware und den angewendeten Arbeitstechniken ausgeschlossen. In keinem Video sind Personen zu identifizieren. Daraus ergibt sich, dass in keinem der mit dieser Zeitraffer-Video-Apparatur erzeugten Videos Persönlichkeitsrechte verletzt wurden.
Links zeigen wir in Abbildung 1 ein Standbild des vorgelegten Beweises K54. Das Standbild zeigt die Zeitraffer-Videoaufnahme vom 21.09.2017 um 15:19:09 Uhr in Originalgröße (siehe Timecode oben rechts).

In der Szene finden sich zwei Personen als millimetergroße einfarbige Flächen, die nicht auszumachen, geschweige denn zu identifizieren sind.

Die eine Person befindet sich im linken Teil des Bildes, die andere Person befindet sich im rechten Teil des Bildes.

Abb.1: Standbild aus einer dem Gericht als Beweis K54 vorgelegte Szene
Erst die beiden in der links zu sehenden Abbildung 2 nachträglich eingefügten roten Pfeile helfen, diese beiden Personen auf dem Bild überhaupt ausfindig zu machen.

Die immer und immer wieder vorgetragene Behauptung, hiermit seien Persönlichkeitsrechte verletzt worden, ist, wie jeder neutrale Beobachter bestätigen wird, absurd!

Abb.2: Die Pfeile zeigen auf die beiden durch das installierte System anonymisierten Personen, die nur als millmetergroße einfarbige Flächen zu sehen sind. Die Behauptung, hiermit seien Persönlichkeitsrechte verletzt worden, ist, wie jeder neutrale Beobachter bestätigen wird, absurd!
Die zuverlässige automatische Anonymisierung von Personen bedient sich zum einen einer extremen Datenreduktion, auf die wir im Einzelnen noch zu sprechen kommen. Die Voraussetzung, die diese extreme Datenreduktion überhaupt erst gestattet, ist der Einsatz einer Technik, die als "auf sachliche Veränderungen gestützte Datenfilterung" bezeichnet wird. Wie der Name bereits sagt, werden hierbei Daten, die auf verschiedene Art gesammelt werden (Fotos, Notizen und Videos) nach dem Kriterium "Veränderung" gefiltert und zusammengefügt. Nur sachliche Veränderung und die hierzu gemessene Zeit hat bei dieser Technik eine Bedeutung - nicht Personen. Dies gestattet die bereits erwähnte extem Datenreduktion. Letztere ist wiederung unverzichtbar, um die riesigen Datenmengen, die bei einem Langzeitprojekt wie diesem anfallen, logistisch und finanziell zu beherrschen.

Wie funktioniert eine auf sachliche Veränderungen gestützte Datenfilterung? Diese Arbeitsweise sei hier in gebotener Kürze erklärt:

Daten wurden u.a. bei einem täglichen morgendlichen Rundgang durch die Wohnanlage mittels Fotoaufnahmen gesammelt. Hierbei wurden alle stattgefundenen Veränderungen gegenüber zum Vortag festgehalten. Diese Fotos wurden bei der Archivierung teilweise mit Notizen ergänzt. Die angefertigten „Zeitraffer-Tages-Videos“ konnten nun für eine zeitliche Zuordnung der festgestellten Veränderungen genutzt werden.

Wie diese zeitliche Zuordnung umgesetzt wird, zeigen wir kurz mit einem Beispiel aus der Realität:
Am 21.09.2017 wurden zwei Biotonnen von der Straße zu ihren Plätzen gebracht (siehe K54). Der Sachverhalt, dass die Biotonnen wieder an ihre Plätze neben den Papiertonnen zurückgebracht worden waren, wurde bei dem morgendlichen Rundgang am nächsten Tag, den 22.09.2017, bemerkt. Das vom 21.09.2017 vorhandenen Zeitraffer-Tages-Video konnte nun mit der Hilfe eines Reglers sehr rasch von Anfang der Tagesaufzeichnung bis zum Ende auf der Suche nach den hineingeschobenen Biotonnen durchgesehen werden. Sobald sie auftauchen, kann mit einem Handgriff stufenlos auf der Zeitachse bis zum Einzelbild gezoomt und die gewünschte Sequenz beliebig geschnitten werden. Ein mitaufgezeichneter Timecode erlaubt sekundengenaue Zeitbestimmungen. Nur die sachliche Veränderung (Biotonnen draußen - Biotonnen drin) und die hierzu gemessene Zeit hat bei dieser Arbeitsweise für diese Dokumentation eine Bedeutung - nicht Personen.
Dadurch, dass durch die immerfort durchgeführte technische Anonymisierung von Personen nicht festgestellt werden kann, welche Personen die dokumentierten Arbeiten verrichtet haben, ist es natürlich denkbar, dass die durch Veränderungen festgestellten Tätigkeiten, die der Hausmeister-Firma zugerechnet wurden, von Personen durchgeführt wurden, die nicht Angehörige der Firma J sind/waren. Diesbezüglich kamen bisher jedoch keine Einwendungen.
Warum eine exteme Datenreduktion allein aus logistischen und finanziellen Gründen unverzichtbar ist, wird für einen Laien erst verständlich, wenn er eine Vorstellung über Datenmengen hat, die bei Video-Produktionen anfallen. Deshalb hier ein paar Fakten:
Ein digitales Video von 720 Pixeln Höhe und 576 Pixeln Breite und einer Dauer von 1 Sekunde hat eine Datengröße von 28,8 Megabyte (siehe detaillierte technische Beschreibung der Zeitraffer-Video-Aufnahmen).
Bei 15 Stunden sammelt sich hiermit eine Datenmenge von 1.555.200 MB = 1.555 GB an.
Für 1 Jahr würde die Datenmenge 15 Stunden Dauer pro Tag 567.648 GB betragen.
Die jährliche Datenmenge von Video-Aufnahmen ohne Datenkompression mit dem Umfang von über einer halben Million Gigabyte ist logistisch nur mit einem fachspezifisch ausgebildeten Team zu handhaben. Das benötigte Personal und die erforderliche Hardware führen zu hohen Kosten.

Die extrem datenreduzierten Zeitraffer-Tages-Videos der vorliegenden Dokumentation haben eine Datenmenge von rund 330 Gigabyte/Jahr.

Mit dieser extremen Datenreduktion werden aber nicht nur die soeben beschriebenen logistischen und finanziellen Probleme umgangen, sondern die damit einhergehende Verschlechterung der Bildqualität ergibt automatisch die zuverlässige Anonymisierung von Personen.

Die durch die extreme Datenkompression erfolgte reduzierte Qualität der Zeitraffer-Video-Aufnahmen ist recht komplex und wird hier detailliert beschrieben. Sie basiert auf zwei Faktoren: 1. Reduzierte Bildauflösung und 2. Reduzierte Frame-Rate.
Diese Maßnahmen führen dazu, dass Zeitraffer-Video-Aufnahmen nur noch sehr schemenhaft und ohne Details die Szene zeigen. Personen sind nur noch als millimetergroße verschwommene sich bewegende Flächen zu sehen. Ein Erkennen von Personen, das Erkennen von deren Kleidung, typische Bewegungen und anderer Details sind unmöglich.