Der Verfasser der im Brief des Landratsamtes Starnberg vom 22.01.2018 beanstandeten irreführenden Falschaussage war der Leiters der Kommunalen Aufsicht - ein Herrn Holger A. Chowanetz verwendet mehrmals den Namen Doris G anstatt seines Namens. Chowanetz ging beim Abfassen des Schreibens davon aus, dass Doris G den Brief geschrieben hätte, da der Leiter das Briefpapier seiner Mitarbeiterin werwendet hatte.
Landratsamt Starnberg
Herrn Holger A
Leiter der Kommunalaufsicht
Strandbadstraße 2
82319 Starnberg
Starnberg, den 08.03.2018
Sehr geehrter Herr A
mit Schreiben vom 22.01.2018 teilte mir Ihr Amt mit, dass es meinen Bericht über fragwürdige Zahlungen aus der Stadtkasse an die Firma "Haus + Gartenservice M. J" geprüft habe.
Aus den der Kommunalaufsicht vorliegenden Vertragsunterlagen sei ersichtlich, so führt Ihre Frau G darin aus, dass seinerzeit mit der Firma "Haus + Gartenservice M. J" ein Pauschalpreis für die Leistungserbringung vereinbart worden ist. Dieser Pauschalpreis sei weder von den geleisteten Arbeitsstunden noch von der Anzahl der betreuten Gebäudeeinheiten abhängig.
Die Behauptung Ihrer Frau G, der vereinbarte Pauschalpreis sei nicht von der Anzahl der betreuten Gebäudeeinheiten abhängig, entspricht nicht den Tatsachen und ist eine grob irreführende Falschaussage.
Es wird davon ausgegangen, dass die Stadt Starnberg Ihrem Amt den gleichen Hausmeistervertrag vorgelegt hat wie mir. Um sicherzustellen, dass wir von denselben Vertragsunterlagen sprechen, sende ich Ihnen beiliegend den Vertrag zwischen der Stadt Starnberg und der Firma „Haus + Gartenservice M. J“ vom 11.01.2006. Dieser Vertrag besteht aus einer Seite. Darin ist u.a. festgehalten, den vierseitigen beigelegten Hausmeistervertrag vom 12.12.2001 zwischen der Stadt Starnberg und einem Herrn H, dem vorherigen Hausmeister, nahtlos zu gleichen Bedingungen zum 01.02.2006 zu übernehmen.
Der Vertrag bezieht sich ausdrücklich u.a. auf Hausmeisterarbeiten der Wohnanlage Hirschanger 7, 9, 9a, Schulstraße 13 und 15. Mithin ist in diesem Vertrag selbstverständlich die zu betreuenden Gebäude einzeln aufgeführt. Und selbstverständlich hätte der Vertrag bereits bei Räumung des Gebäudes Hirschanger 9 im Jahre 2007 angepasst werden müssen.
Immerhin hatte sich die zu betreuende Fläche um etwa 20 % erheblich reduziert, was den über 1400 € pro Jahr entspricht, die die Stadt Starnberg aus der Stadtkasse 8 Jahre lang für nicht erbrachte Hausmeisterarbeiten für das leerstehende und abgesperrte Gebäude Hirschanger 9, monatelang für nicht erbrachte Hausmeisterarbeiten für das abgerissene Gebäude Hirschanger 9 und mindestens 1 weiteres Jahr (vermutlich 2 weitere Jahre bis Vertragsende 2017) für nicht erbrachte Hausmeisterarbeiten bei den an seiner Stelle errichteten Hort-Containern an die Firma J bezahlte.

Seite 2 von 2 des Schreibens von Andreas Chowanetz
vom 08.03.2018
Besonders anrüchig erscheint der Umstand, dass die Stadt Starnberg für die im September 2015 organisatorisch komplett aus der Wohnanlage ausgegliederten und dem in der Nachbarschaft ansässigem Kinderhort übergeben Hort-Container von Anfang an einen eigenen Hausmeister (nämlich einen Herrn Benny S) engagierte und jahrelang zusätzlich zur Firma J bezahlte. Die Firma J hatte mit den Hort-Containern all die Jahre nicht das Geringste zu tun.
Bitte teilen Sie mir mit, ob Sie von den gleichen Vertragsunterlagen sprechen. Ihre Antwort erwarte ich bis zum 23.03.2018. Für Ihr Bemühen bedanke ich mich im Voraus.
Mit freundlichen Grüßen
Andreas Chowanetz
Anlagen:
1. Einseitiger Vertrag zwischen der Stadt Starnberg und der Firma „Haus + Gartenservice M. J“ vom 11.01.2006 in Kopie
2. Der zum obigen Vertrag gehörende vierseitige Hausmeistervertrag vom 12.12.2001 zwischen der Stadt Starnberg und Herrn H in Kopie