Starnberg, den 11.11.2019
Teilrückforderungen Hausmeisterkosten 2016 und 2017
Sehr geehrte Frau John,
vom Frühjahr 2017 an bemühte ich mich um fehlende Unterlagen und Auskünfte zu offenen Fragen zu den Betriebskostenabrechnungen 2016 und 2017. In dieser Zeit bedurfte ich zweimal der Hilfe des Verwaltungsgericht München, um die Stadtverwaltung Starnberg zu entsprechenden Auskünften zu bewegen, die mir in beiden Fällen rechtswidrig verwehrt worden waren. Erst im Oktober 2019 hatte ich erbetene Unterlagen zu den beiden Betriebskostenabrechnungen erhalten.
In beiden Fällen wäre die Anrufung des ohnehin überlasteten Gerichts vermeidbar gewesen, wenn die Stadt Starnberg auf ihre destruktive Haltung verzichtet hätte.
Bei den beiden nun von mir beanstandeten Betriebskostenabrechnungen 2016 und 2017 konzentrierte ich mich bei der Prüfung auf die Hausmeister- und die Versicherungsabrechnungen.
Die Abrechnungen der Hausmeisterfirma standen seit dem Jahr 2006 in keinem Verhältnis zu den Leistungen. Nachdem zahlreiche Beschwerden von anderen Mietern dieser Wohnanlage und mir daran nichts änderten, wandte ich mich im Frühjahr 2016 mit einer bewusst sachlich gehaltenen Dienstaufsichtsbeschwerde an Sie, schilderte darin die seit Jahren anhaltenden Missstände und u.a. die damit zusammenhängenden Übervorteilungen von uns Mietern bei den Hausmeisterabrechnungen und bat um Abhilfe. Nachdem ich über ein halbes Jahr auf Antwort gewartet hatte, erhielt ich von Ihnen ein ein paar floskelhafte Sätze als Antwort. Die Vertragsbrüche der Firma "Haus + Gartensrvice J" hielten an.
Da ich nicht gewillt war, die jahrelangen Übervorteilungen weiter hinzunehmen, fuhr ich unbeirrt fort, diese Missstände zu dokumentieren und der Verwaltung zugänglich zu machen. Trotz der Vorlage von monatlichen Berichten mit zunehmender Beweisdichte stellte die von Ihnen zu beaufsichtigende Stadtverwaltung weiterhin das Fehlverhalten der Firma J in Abrede.
Seite 2 von 2 des Schreibens von Andreas Chowanetz
vom 11.11.2019
Ich erinnere an die dreiste faktenwidrige Stellungnahme Ihres Herrn B,
(siehe: http://www.starnberg-backstage.eu/04-Erwid-2017-01-u-02.html)
der noch im Frühjahr 2017 glaubte, die durch nahezu lückenlose Fotoserien belegten wochenlangen großflächigen Vereisungen der Wege unserer Wohnanlage im Januar 2017 in Abrede stellen zu können.
(siehe: http://www.starnberg-backstage.eu/03-Bericht-2017-0l.html#anchor 170108)
Wegen solcher Zumutungen hatte ich meine Bemühungen, anhaltenden Missstände nachvollziehbar festzuhalten, verstärkt. Dadurch steigerte sich die Anzahl der dabei entstandenen Dokumente. Einen Eindruck des Umfangs erhielten Sie durch die Vorlage verschiedener Berichte.
Um der Stadt und mir, und nicht zuletzt dem AmtsgerichtStarnberg die Durchfiihrung eines umfangreichen Verfahrens zu den Hausmeisterkostenabrechnungen der Jahre 2017 und 2018 zu ersparen, fordere ich Sie hiermit letztmals auf, von meinem Anteil an den verrechneten Hausmeisterkosten für das GebäudeHirschanger 7 in Höhe von 162,51 € im Jahr 2016 119,74 € * und von meinem Anteil an den verrechneten Hausmeisterkosten fiir das Gebäude Hirschanger 7 in Höhe von 162,51 € im Jahr 2017 117,15 € zurückzuzahlen. Begründete Einzelheiten zu den beiden Rückforderungen gingen Ihnen bereits mit den Schreiben vom 22.04.2019 und 06.05.2019 zu. Ihre Rückerstattung erwarte ich innerhalb von zwei Wochen bis spätestens zum 26.11.2019 durch Überweisung auf mein Konto bei der Postbank München (IBAN DE05 ).
Sollten Sie die Rückerstattungen verweigern, würde ich mich leider gezwungen sehen, die Rückforderungen durch das Amtsgerichts prüfen zu lassen.
Mit freundlichen Grüßen
Andreas Chowanetz
* Für meinen Anteil von 162,51 €, den ich für die Hausmeisterkosten an die Firma J im Jahr 2016 zu bezahlen gehabt hätte, erhielt ich eine Gegenleistungen im marktüblichen Wert in Höhe von 31,88 €. Die Differenz von 162,51 € minus 31,88 € ist 130,63 €. Dies wäre der Betrag, den ich für das Jahr 2016 zurückgefordert hätte. Allerdings verrechnete mir das Wohnungsamt im Jahr 2016 die Hausmeisterkosten nur für 11 Monate. Hierzu erklärte mir das Wohnungsamt auf Nachfrage am 28.01.2019, dass "leider ein Fehler unterlaufen sei", der dazu geführt habe, dass "versehentlich nur 11 Monate anstelle von 12 Monaten abgerechnet" worden seien. Daher reduziert sich meine Rückforderung der Hausmeisterzahlungen um 1/12 auf 119,74 €.